Vorlesung Kryptographie I (SS 05)
Stefan Lucks
Inhalt
Früher galt die Kryptographie als Werkzeug für Militärs,
Geheimdienste und Diplomaten. Aus dieser Zeit stammt auch noch die rechts
abgebildete Enigma-Chiffriermaschine.
Doch heute, in einer zunehmend vernetzten Welt, entwickelt
sich die Kryptographie buchstäblich zu einer
Schlüsseltechnologie für gesicherte Kommunikation. Von der
Öffentlichkeit kaum bemerkt hat die Kryptographie schon längst
Einzug gehalten in alltäglich genutzte Geräte, darunter
Geldautomaten und Mobiltelefone.
Der Entwurf kryptographischer Komponenten ist schwierig, und in der Praxis
trifft man oft auf erhebliche Entwurfsfehler. (Dies kommentiert
Bruce
Schneier
mit drastischen Worten: "Milliarden von Dollar werden für
Computersicherheit ausgegeben, und das meiste davon wird für
unsichere Produkte verschwendet.")
Die Vorlesung gibt einen Einblick in Denkweise und Methodik der modernen
Kryptographie. Themen sind unter anderem:
- Sicherheitskriterien und theoretische Grundlagen.
- Einsatz von Kryptosystemen in der Praxis.
- Secret-Key Algorithmen (z.B. DES, AES).
- Public-Key Kryptographie (z.B. RSA) und digitale Unterschriften.
- Kryptographische Kommunikationsprotokolle.
- Kryptanalyse, d.h., Angriffe auf Kryptosysteme.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Informatik und Mathematik.
Literatur zur Vorlesung
Ich verweise auf diese
Literaturliste.
Folien und Aufgabenblätter
Die Folien für diese Veranstaltung stehen in der Regel vor der
jeweiligen Vorlesung auf dieser Web-Seite zur Verfügung.
Folien
Aufgabenblätter
Mailingliste
Es gibt eine
Mailingliste
zur Vorlesung.
Comic Strip
... zur Zeit noch nicht ...
Zeit und Ort
- Vorlesung
- Di, 12.00-13.30, B6, A 1.03 Raumänderung
- Mi, 12.00-13.30, A5, C 015
- Mi, 13.45-15.15, A5, B 244 Nachholtermine
am 01.06 und am 08.06
- Übung
Prüfung
Alle Prüfungen finden im Büro von Stefan Lucks im Gebäude A5, Raum B 124 statt.
Noch ein paar Informationen zur Prüfung:
- Es ist alles prüfungsrelevant, sowohl Vorlesung als auch Übung.
- Ausnahmen: Digitale Signaturen werden, falls sie drankommen, nur auf
oberflächlichen Niveau behandelt, und PKI GARNICHT (!).
- Die Beweise braucht ihr nicht auswendig zu können. Allerdings steckt in den
meisten immer eine Grundidee oder ein Kniff. Diese solltet ihr parat haben.
- Ansonsten nach gesundem Menschenverstand urteilen. Es ist besser, ein
prinzipielles Verständnis der Inhalte zu haben, als jedes Detail eines
Gebietes zu kennen und dafür grosse Lücken in einem anderen zu besitzen.
- Eine Literaturempfehlung gibt es von unserer Seite aus nicht.
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